Als ein Spaziergang meine Zukunft veränderte

„Und da vorne auf der Wiese findet jeden Sonntagvormittag ein Qigong Kurs statt.“ Erwähnte meine Freundin so ganz beiläufig bei unserem Spaziergang. Dieser Satz sollte mein Leben verändern. 

Was war geschehen?

Seit fünf Jahren schon hatte ich gesundheitliche Sorgen und ich war reichlich verzweifelt. Viele verschiedene Ärzte und Physiotherapeuten konnten mir leider nicht helfen. Oftmals waren meine Schmerzen so stark, dass ich Mühe hatte, meinen Alltag zu bewältigen. Häufig hatte ich Schwierigkeiten, überhaupt einen Stift in der Hand zu halten, von Computerarbeit ganz zu schweigen. Ich habe einen kaufmännischen Beruf erlernt, den ich somit natürlich an den Nagel hängen konnte, und nun war ich gezwungen, mich mit Gelegenheitsjobs durchzukämpfen. Zu allem Überfluss gesellten sich verschiedene Lebensmittelunverträglichkeiten zu meiner chronischen Nervenentzündung hinzu. Schlaflose Nächte ob der Schmerzen oder den Zukunftsängsten wegen, gehörten ebenso zu meinem Alltag wie die ständigen Arztbesuche. Kurzum: Meine Lebensqualität sank dem Nullpunkt entgegen.

Das Schöne daran ist, wenn man nichts mehr zu verlieren hat, kann man alles geben. So kündigte ich meine Wohnung, meine Aushilfsjobs, verkaufte meine Möbel und ging ins Ausland. Durch den Abstand hoffte ich, eine neue Perspektive auf mein Leben zu erhalten und vielleicht sogar eine Lösung für meine Probleme zu finden. Dieser Wunsch blieb leider unerfüllt. Dafür habe ich ganz viel über mich selbst gelernt. Das jedoch ist eine Geschichte für einen anderen Tag.

Wieder zurück in Deutschland zog ich in die Nähe meines Heimatortes, meiner Familie und wagte einen Neuanfang. Doch so neu war dieser Anfang leider nicht. Da sich mein körperlicher Zustand kaum verändert hatte, ging es weiter wie vorher, nur an einem anderen Ort. Bis zu diesem Satz dieser Info über einen Qigong-Kurs im Park. Zarte Hoffnung keimte in mir auf. Noch nie habe ich Qigong ausprobiert und ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Doch irgendwie fühlte ich mich angezogen. So ging ich also am nächsten Sonntag ein wunderschöner, sonniger Vormittag im Mai zum Qigong. Nach einer kurzen Einweisung in die 5 Übungen konnte ich schon mitmachen und entspannte mich sofort. Ich erfuhr, dass in der traditionellen chinesischen Medizin unser Körper und Geist als eine Einheit betrachtet werden und sich das Eine nicht ohne dem Anderen verändern kann. Klingt doch plausibel, dachte ich mir. Also begann ich auch, die Bücher von Meister Li, dem Gründer von Falun Dafa, zu lesen. Seither sind ziemlich genau sechs Jahre vergangen und mein Leben hat sich komplett verändert. Als Erstes haben sich meine Lebensmittelunverträglichkeiten verabschiedet und nach wenigen Monaten war ich sogar wieder schmerzfrei! Was für ein Wunder! Nach so vielen Jahren mit körperlichen, seelischen und finanziellen Einschränkungen konnte ich endlich wieder ein ganz normales Leben führen. Das war wirklich mehr, als ich zu hoffen wagte. 

Wie sagte Søren Kierkegaard so treffend:

„Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber leben muss man es vorwärts.“

Wenn ich jetzt auf diese Zeit zurückblicke, erscheint es mir wie ein anderes Leben. Damals fehlte mir oft die Zuversicht und auch die Kraft weiterzumachen. In diesen Momenten wisperte tief in mir eine Stimme, ermahnte mich, nicht aufzugeben. Ich bin froh, dieser Stimme gefolgt zu sein und dankbar für alle Menschen, die mir in dieser schwierigen Zeit beigestanden haben. 

Das Qigong, was ich übe, heißt Falun Gong oder auch Falun Dafa genannt. Informationen und Kontakte zu den einzelnen Übungsgruppen, ein gut erklärtes Übungsvideo und sämtliche Schriften sind hier kostenlos zu finden:

www.falundafa.org

Aufgrund der derzeitigen Einschränkungen gibt es auch einen Online-Kurs zum Erlernen der Übungen. Eine kostenlose Anmeldung und weitere Informationen gibt es hier:

https://lernen.falundafa.at/

Das war mein Weg zu einem gesünderen und glücklicheren Selbst.