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	<title>Romantik</title>
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	<title>Romantik</title>
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		<title>Der verschleierte Blick &#8211; Caspar David Friedrich</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2025 08:27:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Caspar David Friedrich galt an den Akademien als hoffnungsloser Fall &#8211; seine Menschen waren unproportional und das Aktzeichnen eine Qual für den schüchternen Rothaarigen. Doch aus dieser vermeintlichen Schwäche entwickelte er eine revolutionäre Kunstrichtung, die bis heute nachwirkt: von seinen nebelverhangenen Rückenfiguren bis zu Walt Disneys „Bambi“-Wäldern.<span id="more-6586"></span></p>
<p>Wenn Bambi durch Walt Disneys nebelverhangene Fichtenwälder hüpft, ahnen die wenigsten Zuschauer, dass diese Traumlandschaften ihre Inspiration einem rothaarigen, schüchternen Maler aus Pommern verdanken: Caspar David Friedrich. Disney ließ sich für „Bambi“ von Friedrichs Gemälden wie „Morgennebel im Gebirge“ und &#8222;Felsenschlucht&#8220; inspirieren.</p>
<p>Mit roten Haaren, blasser Haut und himmelblauen Augen sah Caspar David Friedrich selbst aus wie eine Figur aus seinen mystischen Landschaftsgemälden. Der Weg zu seinem revolutionären Stil war alles andere als geradlinig.</p>
<p>An den Akademien in Kopenhagen und Dresden wurde der schüchterne Student regelrecht verspottet. Seine Menschen hatten stets zu lange Beine, zu lange Arme, schlaffe Oberkörper. Besonders das Aktzeichnen wurde für ihn zur Qual &#8211; er fand es beschämend, nackte Frauen anzublicken, und dachte sich: „Wären sie Bäume, könnte ich sie besser malen.“</p>
<p>Und er sollte recht behalten. So wandte er sich der Landschaftsmalerei zu und entwickelte einen völlig eigenen Stil.</p>
<p>Seine Inspiration holte er sich bei stundenlangen Spaziergängen und Wanderungen, die er stets alleine unternahm: in Dresden an der Elbe, wenn die Landschaft noch in Nebel gehüllt war, aber auch in seiner pommerschen Heimat um Greifswald, in Neubrandenburg, auf Rügen, in Stralsund und in der Sächsischen Schweiz. „Ich muss alleine bleiben und wissen, dass ich allein bin, die Natur vollständig zu schauen und zu fühlen“, schrieb er einmal. „Ich muss mich dem hingeben, was mich umgibt. Mich vereinigen mit meinen Wolken und Felsen, um das zu sein, was ich bin.“ Im Gegensatz zu anderen Künstlern seiner Zeit, die es nach Italien zog, verließ Friedrich Deutschland nie.</p>
<p>Friedrich hasste die Hitze &#8211; ihm konnte die Luft nie kalt genug sein. In einem Pelzmantel, den er von seinem Bruder Heinrich geschenkt bekommen hatte, unternahm er selbst bei minus zwanzig Grad ausgiebige Wanderungen. Wenn er nach Hause kam, fiel der Reif vom Mantel und das Eis aus seinem roten Backenbart &#8211; doch am nächsten Morgen zog es ihn wieder hinaus in die Kälte. „Wenn eine Gegend sich in Nebel hüllt, dann erscheint sie größer, erhabener, erhöht die Einbildungskraft und spannt die Erwartung gleich einem verschleierten Mädchen“, schrieb er. Der Mann, der den direkten Blick scheute, wurde zum Meister des Angedeuteten, Verhüllten.</p>
<p>Friedrich erfand die berühmte „Rückenfigur“ &#8211; Menschen, die dem Betrachter den Rücken zuwendend in die Landschaft blicken. So machte er uns alle zu Teilhabern seiner meditativen Naturbetrachtungen. Seine Gemälde entstanden nie direkt in der Natur, sondern aus der Erinnerung in seinem Dresdner Atelier. Aus Beobachtung wurde Imagination.</p>
<p>Sein Atelier war ein lebendiger Ort: Die Tür stand stets offen, jederzeit durften Besucher herein. Friedrich schrieb einmal in einem Brief, dass dort gleichzeitig Russisch, Französisch und Englisch gesprochen wurde. Dabei war der Raum von spartanischer Einfachheit &#8211; besenrein und komplett leer bis auf eine Staffelei und einen einzigen Stuhl. Friedrich legte großen Wert auf Reinlichkeit und Ordnung. An der blanken Wand hingen nur drei Gegenstände an einem Nagel: ein Dreieck, ein Lineal und eine Reißschiene, mit denen er den goldenen Schnitt berechnen konnte. Den einen Stuhl bot er großzügig seinen Gästen an, während er selbst stand. Friedrich liebte es, über seine Kunst zu sprechen, und hoffte natürlich auch, das ein oder andere Bild verkaufen zu können.</p>
<p>Eine Ausnahme gab es allerdings: Wenn er Wolken malte, durfte niemand stören. Seine Frau erklärte dann den Besuchern: „Jetzt darf man ihn nicht stören, Himmelmalen ist für ihn wie Gottesdienst.“ Für Friedrich waren Wolken mehr als Wetterphänomene &#8211; sie verhüllten das Göttliche und machten dessen Gegenwart für den Menschen erträglich. „Der edle Mensch (Maler) erkennt in allem Gott, der gemeine Mensch (auch Maler) sieht nur die Form, nicht den Geist.“ Nach seinem Tod 1840 geriet Friedrich fast hundert Jahre lang in Vergessenheit, bis ihn die Expressionisten wiederentdeckten.</p>
<p>Heute zählt Caspar David Friedrich zu den bedeutendsten Künstlern der Romantik und schuf eine der einflussreichsten Bildsprachen der Kunstgeschichte.</p>
<p>Er selbst fasste sein Wesen in einem kleinen Gedicht zusammen:</p>
<p style="text-align: center;"><em>Ihr nennt mich Menschenfeind,<br />
Weil ich Gesellschaft meide.<br />
Ihr irrt euch, </em><em>Ich liebe sie.<br />
Doch um die Menschen nicht zu hassen,<br />
Muss ich den Umgang unterlassen.</em></p>
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		<title>Johannes Brahms – Vom Hafenklavier zum Konzertsaal</title>
		<link>https://www.bettinas-jungbrunnen.de/archive/6540</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2025 17:35:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten die inspirieren]]></category>
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		<category><![CDATA[Musikgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="p1">Er gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der Romantik – ein Brückenbauer zwischen klassischer Form und innerer Tiefe. Wer war dieser Mann, der von den Hafenkneipen bis zur Ehrenbürgerschaft Wiens aufstieg – still, uneitel, unerbittlich gegen sich selbst? Ein Blick auf Leben, Werk und Wesen eines Komponisten, der Musik schuf, die bleibt.<span id="more-6540"></span></p>
<p class="p1">Wer den späten Brahms kennt – mit Vollbart, strenger Stirn und Wiener Ehrenbürgerschaft –, ahnt kaum, wie früh dieser Mann gelernt hat, für sich selbst zu sorgen. Und wie schmal der Grat war, auf dem er sich nach oben arbeitete.</p>
<p class="p1">Geboren 1833 in Hamburg als Sohn eines Musikers, erhielt Johannes Brahms bereits mit sieben Jahren Klavierunterricht. Schon bald überforderte er seinen Lehrer – nach drei Jahren wurde er an Eduard Marxsen verwiesen, der in dem blonden, schüchternen Jungen sofort ein Ausnahmetalent erkannte: nicht nur als Pianist, sondern auch als Komponist.</p>
<p class="p1">Mit dreizehn spielte Brahms in den Hafenkneipen seiner Nachbarschaft – oft nur für ein warmes Essen und ein paar Münzen. Draußen stritten die Seemänner, drinnen klirrten die Bierkrüge, während Prostituierte und Gelegenheitsdiebe ihrer Arbeit nachgingen. Brahms saß am Klavier, spielte Gassenhauer, fast mechanisch – ein Gedichtband auf dem Notenständer als stiller Trost. Diese frühen Jahre prägten ihn tief.</p>
<p class="p1"><b>Ein Schüler des Lebens</b></p>
<p class="p1">Johannes Brahms war ein Arbeiter, ein Suchender und ein Zweifler – ein Mann mit feinem Gespür für Größe. Er bewunderte andere: nicht nur Beethoven, sondern auch den Walzerkönig Johann Strauß. Er gestand einmal, er würde alles dafür geben, hätte er selbst „An der schönen blauen Donau“ komponiert. Diese Fähigkeit zur Anerkennung – frei von Neid – war wohl eine seiner edelsten Eigenschaften.</p>
<p class="p1">Besonders Joseph Haydn verehrte Brahms innig – nicht nur als Genie, sondern als Vorbild an Disziplin und Reife. In einem Gespräch äußerte er:</p>
<p class="p1">„Die Leute verstehen heute von Haydn fast nichts mehr. […] In meinem Alter entwickelte er sich ein zweites Mal zu ungeheurer Größe. Das war ein Kerl! Wie miserabel sind wir dagegen.“</p>
<p class="p1">Auch über seinen eigenen Bildungsweg sprach Brahms offen – ohne Beschönigung:</p>
<p class="p1">„Keiner hat eine ordentliche Schule durchgemacht. Schumann ging den einen, Wagner den anderen, ich den dritten Weg. Aber gelernt hat keiner was Rechtes.“</p>
<p class="p1">Und er fügte selbstkritisch hinzu:</p>
<p class="p1">„Ja, nachgelernt haben wir. Na, das ist Fleiß; bei einem mehr, beim anderen weniger! Schauen Sie sich meine ersten Sachen an – man sieht ganz deutlich, wie ich nach und nach zulernte.“</p>
<p class="p1">Trotz seines Erfolges blieb Brahms kritisch – gegenüber sich selbst wie auch anderen. Seine Fähigkeit, Größe anzuerkennen und Schwächen zu benennen, zeugt von Charakterstärke und tiefer Integrität.</p>
<p class="p1"><b>Inspiration trifft Disziplin</b></p>
<p class="p1">Brahms vertraute nicht auf bloße Eingebung. Für ihn war eine gute Idee erst dann etwas wert, wenn sie durch Arbeit geformt wurde.</p>
<p class="p1">„Das, was man eigentlich Erfindung nennt, also ein wirklicher Gedanke, ist sozusagen höhere Eingebung, Inspiration.“</p>
<p class="p1">Diese Inspiration verstand er als Geschenk – aber eines, das ihn zu etwas verpflichtete. Er durfte es nicht einfach hinnehmen, sondern musste es sich durch unermüdliche Arbeit zu eigen machen.</p>
<p class="p1">Oft begann er ein Werk mit wenigen Takten, ließ es dann ruhen – manchmal über Wochen oder Monate. Wenn er später zurückkehrte, hatte die Idee in ihm weitergearbeitet. Erst dann begann für ihn die eigentliche Komposition.</p>
<p class="p1"><b>Begegnung mit den Schumanns: Musik, Nähe, Schmerz</b></p>
<p class="p1">1853 kam es zur schicksalhaften Begegnung mit Clara und Robert Schumann. Robert erkannte in Brahms ein „Genie“ und setzte alles daran, ihn zu fördern. Clara war tief berührt – von seiner Musik, aber auch von seinem stillen, sensiblen Wesen.</p>
<p class="p1">„Er spielte uns Sonaten, Scherzos von sich, alles voll überschwänglicher Phantasie, Innigkeit der Empfindung und meisterhaft in der Form. [&#8230;] Es ist wirklich rührend, wenn man diesen Menschen am Klavier sieht mit seinem interessant jugendlichen Gesichte, das sich beim Spielen ganz verklärt [&#8230;]. Eine schöne Zukunft steht dem bevor.“</p>
<p class="p1">– Clara Schumann, Tagebuch, 1853</p>
<p class="p1">Brahms verliebte sich in Clara – doch aus Respekt vor Robert und vielleicht auch aus Schüchternheit wagte er nie, diese Gefühle ganz auszusprechen. Stattdessen blieb er in der Nähe, half, unterstützte – und schwieg.</p>
<p class="p1">Als Robert Schumann 1854 in eine Heilanstalt eingewiesen wurde, durfte Clara ihn nicht mehr besuchen. Brahms übernahm die Rolle des Mittlers – zwischen Klinik und Familie, zwischen Wahnsinn und Alltag. Er brachte Briefe, Nachrichten, Musik – und hielt eine zerbrechende Verbindung aufrecht. Für den jungen Mann war das eine seelische Belastung, die ihn tief erschütterte.</p>
<p class="p1">Clara Schumann blieb zeitlebens seine Vertraute, auch wenn sich ihre Beziehung nie erfüllte. Mit der Zeit verlor Brahms viele Freunde – manche durch Streit, andere durch den Tod. Der Verlust Claras im Jahr 1896 traf ihn besonders. In ihrem Andenken schrieb er die Vier ernsten Gesänge (Op. 121) – sein letztes vollendetes Werk: tiefgründig, zurückhaltend, fast testamentarisch. Es verwendet Texte aus der Bibel – aus dem Prediger und dem 1. Korintherbrief – jedoch nicht im dogmatischen Sinne, sondern als existenzielles Nachdenken über Vergänglichkeit und Trost.</p>
<p class="p1"><b>Aufstieg in Wien </b></p>
<p class="p1">In den 1860er-Jahren wurde Wien zur neuen Heimat für Johannes Brahms. Er liebte das Kaffeehausleben, die Wiener Küche, das lebendige Treiben – und die Nähe zur musikalischen Geschichte, die hier überall spürbar war. Zwischen geselligen Runden und konzentrierter Arbeit fand er in dieser Stadt endlich seinen Platz.</p>
<p class="p1">Hier wurden seine Werke populär, seine Orchesterstücke gefeiert. Brahms blieb uneitel, zurückhaltend und führte weiterhin ein einfaches Leben. Repräsentative Ämter und Ehrungen nahm er nur zögerlich an, öffentliche Auftritte waren ihm eher lästig als willkommen. Er kleidete sich schlicht, manchmal sogar nachlässig und spottete selbstironisch über sein Äußeres.</p>
<p class="p1">Während draußen die Welt leicht und heiter wirkte, schrieb Brahms in dieser Zeit sein „Deutsches Requiem“ – eines der ergreifendsten Werke der Romantik. Ein Werk voller Trost und Tiefe, das zeigte, wie viel Wärme hinter seiner oft brummigen Fassade verborgen lag.</p>
<p class="p1"><b>Ein stiller Riese</b></p>
<p class="p1">Johannes Brahms war kein Revolutionär. Kein Charismatiker. Aber er war ein Mann, der wusste, woher er kam – und wohin er wollte. Aus dem Jungen, der für eine Mahlzeit spielte, wurde ein Meister, der anderen jungen Komponisten half, ihren Platz zu finden. Für Antonín Dvořák setzte er sich besonders ein, empfahl ihn seinem Verleger und förderte ihn mit echtem Interesse – ohne jedes Geltungsbedürfnis.</p>
<p class="p1">Er komponierte langsam, feilte mit Akribie. Seine Erste Symphonie ließ über zwanzig Jahre auf sich warten. Als sie 1876 endlich uraufgeführt wurde, war er 43. Doch was dann folgte, war ein spätes Feuerwerk: vier Symphonien, zwei Klavierkonzerte, ein Violinkonzert, das Klarinettenquintett – Werke, die heute zum Herzstück der Romantik gehören.</p>
<p class="p1">Als sich sein Gesundheitszustand zunehmend verschlechterte, drängten ihn Freunde zum Arzt. Brahms bat gut gelaunt: „Aber erzählen Sie mir nichts Unangenehmes.“ Der Arzt hielt sich daran – und verschwieg ihm die Diagnose: Leberkrebs. Doch Brahms ahnte, dass sein Ende nahte- innerhalb kürzester Zeit verlor er viel Gewicht. Am 3. April 1897 verstarb er in Wien.</p>
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		<title>Acht Taler und ein Traum – Jean Pauls Weg in die Literatur</title>
		<link>https://www.bettinas-jungbrunnen.de/archive/6516</link>
		
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		<pubDate>Fri, 21 Mar 2025 10:27:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Ich mag ja auch nicht viel – acht Taler sollen mich zufrieden stellen.“ Jean Pauls Weg begann mit Schulden und einem verzweifelten Brief an seine Mutter. Am Ende schrieb er sich in die Herzen der Deutschen – und sogar in die Musik von Schumann, Mahler und Reinecke.<span id="more-6516"></span></p>
<p class="p1">Mai 1781. Ein junger Mann betritt Leipzig. Die Universitätsstadt pulsiert, Händler preisen ihre Waren an, Studenten debattieren angeregt in den Kaffeehäusern. Zwischen ihnen bewegt sich Johann Paul Friedrich Richter, Sohn eines Pfarrers und einer Tuchmacherstochter. Er trägt keine vornehme Kleidung, kein Zeichen von Reichtum oder Ansehen. Nur ein Wunsch treibt ihn an: zu studieren, zu lernen, sich aus der Enge seiner Herkunft zu befreien. Doch die Realität holt ihn bald ein.</p>
<p class="p1">Seine Ankunft in Leipzig war nicht einfach. Die Reise hatte er mit knappen Mitteln bestritten, voller Hoffnungen, aber auch von Zweifeln geplagt. Bald merkte er, dass Wissen allein nicht ausreicht, wenn der Magen leer ist und die Gläubiger vor der Tür stehen.</p>
<p class="p1">„Wenn Sie nur wüßten, wie ungern ich daran gehe, Sie mit Geldbitten zu belästigen! Aber könnte ich anders! Und doch will ich gar nicht viel, weil ich Ihren Geldmangel kenne, und weis, wie viele Unterstüzung meine Brüder noch brauchen.</p>
<p class="p1">Ich will nicht von Ihnen Geld um meinen Speiswirt zu bezalen, dem ich 24 rtl. schuldig bin, oder meinen Hauswirt, dem ich 10 rtl., oder andre Schulden, die über 6 rtl. ausmachen &#8211; zu allen diesen Posten verlang‘ ich von Ihnen kein Geld; ich will sie stehen lassen bis zu Michael, wo ich diese Schulden und die noch künftig zu machende, unfehlbar zu bezalen in Stand gesezt sein werde &#8211; Also zu dieser grossen Summe verlange ich von Ihnen keine Beihülfe &#8211; aber zu folgenden müssen Sie mir Ihre Hülfe nicht abschlagen. Ich mus alle Wochen die Wäscherin bezalen, die nicht borgt, ich mus zu früh Milch trinken; ich mus meine Stiefel vom Schuster besolen lassen, der ebenfals nicht borgt, mus meinen zerrissenen Biber ausbessern lassen vom Schneider, der gar nicht borgt &#8211; mus der Aufwärterin ihren Lohn geben, die natürlich auch nicht borgt &#8211; und dies mus ich nur iezt alles bezalen, und bis auf Michael noch weit mehr.</p>
<p class="p1">Nun sehen Sie, zur Bezalung dieser Sachen werden Sie mir doch wol hülfiche Hand leisten können &#8211; ich wüste gar nicht was ich anfangen solte, wenn Sie mich stekken liessen. Glauben Sie denn, daß ich Sie mit Bitten plagen würde, wenn ich es nicht höchst nötig hätte. Ich mag ia auch nicht viel; acht Taler sächsisch Geld sollen mich zufrieden stellen, und gewis werd‘ ich dan Ihre Hülfe nicht mehr so nötig haben. Denn das dürfen Sie nicht glauben, daß mein Mittel, Geld zu erwerben, nichts tauge; weil es etwan noch nicht angeschlagen hat. O Nein! durch eben dieses getraue ich mich zu erhalten, und es komt nur auf den Anfang an. Von diesem Mittel mehr zu schreiben verbietet mir der enge Raum meines Briefs [&#8230;] Übrigens verlass‘ ich mich darauf, daß Sie mich nicht länger in der Not stecken lassen, und mir mit dem nächsten Posttag schreiben. Acht Taler, wie gesagt, verlang‘ ich blos, und diese werden Sie doch auftreiben können. &#8211; Schreiben Sie mir ia bald, ich bin</p>
<p class="p1">Ihr geh. Sohn J. P. F. Richter&#8220;</p>
<p class="p1">Die wirtschaftlichen Verhältnisse seiner Familie hatten sich seit dem Tod des Vaters 1779 stetig verschlechtert. Die Mutter zog mit ihren Kindern nach Hof, wo sie in bescheidensten Verhältnissen lebten. Trotzdem bestand der Wunsch, dass der begabte Sohn studieren sollte. Doch Theologie, das Fach, für das er sich auf Wunsch des Vaters eingeschrieben hatte, fesselte ihn nicht. Stattdessen vertiefte er sich in Philosophie, Literatur und die Schriften Rousseaus, Voltaires und Shaftesburys.</p>
<p class="p1">Sein Name sollte eines Tages in aller Munde sein – doch zu diesem Zeitpunkt war er nur einer von vielen jungen Männern, die in Leipzig ihr Glück suchten. Die Schulden wuchsen, seine Hoffnungen schwanden. Als die Not unerträglich wurde, griff er zur Feder und schrieb am 21. August 1782 jenen flehenden Brief an seine Mutter.</p>
<p class="p1">Doch die erhoffte Rettung blieb aus. Im November 1784 musste Jean Paul sein Studium abbrechen und Leipzig ohne Abschluss verlassen. Er kehrte nach Hof zurück. Jahre später, im Jahr 1796, wagte er den nächsten Schritt: In drei Tagesmärschen wanderte er knapp 130 Kilometer von Hof nach Weimar – ins Herz der deutschen Klassik. Nach nur drei Wochen verließ er Weimar wieder. „Hier sind wenig Herzen, die ihn ganz verstehen.“, schrieb Caroline Herder, die ihm freundlich gesonnen war.</p>
<p class="p1">Was in Leipzig mit Entbehrung und Mangel seinen Anfang nahm, führte letztlich durch Zielstrebigkeit und den festen Glauben an sich selbst zu einer bemerkenswerten literarischen Laufbahn. Mit 30 Jahren gelang ihm der Durchbruch: „Die unsichtbare Loge“ erschien, und mit ihr begann der Aufstieg eines Mannes, der sich fortan Jean Paul nannte – aus Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau.</p>
<p class="p1">Jean Pauls Schriften nehmen eine Sonderstellung zwischen Klassizismus und Romantik ein, geprägt von Witz, Tiefe und einer ganz eigenen erzählerischen Handschrift. So fanden seine Werke nicht nur ein breites Publikum, sondern Wertschätzung auch in höchsten Kreisen – wie etwa bei Königin Luise von Preußen.</p>
<p class="p1">Nicht zuletzt inspirierte er auch Komponisten: Carl Reinecke vertonte seine Gedichte, Robert Schumann komponierte die Papillons nach einem Romanfragment aus den „Flegeljahren“, und Gustav Mahler griff in seiner 1. Symphonie – ursprünglich mit dem Untertitel „Titan“ – Jean Pauls gleichnamigen Roman als atmosphärischen Ausgangspunkt auf.</p>
<p class="p1">Jean Pauls Werk entzieht sich bis heute jeder literarischen Schublade – und genau darin liegt seine bleibende Faszination. Sprache, Denken und Erzählweise verbinden sich bei ihm zu einer Literatur, die sich dem Gewöhnlichen entzieht und immer wieder neu entdeckt werden kann.</p>
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		<title>Franz Schubert – Genie zwischen Melancholie und Lebensfreude</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Feb 2025 09:52:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Franz Schubert war ein musikalisches Wunderkind, das Zeit seines Lebens mit Bescheidenheit und Zurückhaltung rang. Als kleiner, rundlicher Brillenträger fehlte es ihm vielleicht an äußerer Strahlkraft, doch seine Musik leuchtet bis heute. Schuberts Werke sind zutiefst menschlich – als würden wir ihm über die Schulter blicken und seine Gedanken hören. Sein Freund Eduard von Bauernfeld<div class="read-more-wrapper"><a  href="https://www.bettinas-jungbrunnen.de/archive/6469" title="Read More"> <span class="nobutton"> [&#8230;] </span></a></div>]]></description>
		
		
		
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		<title>Clara Schumann: Die Unerschütterliche zwischen Kunst und Familie</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2022 15:02:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Clara – „die Strahlende“ oder „die Berühmte“. Dieser Name sollte sich als prophetisch erweisen, denn Clara Schumann, die als pianistisches „Wunderkind“ gefeiert wurde, eroberte die Musikwelt im Sturm. Doch hinter dem zarten Antlitz, das uns von Porträts anmutig und verträumt entgegenblickt, verbarg sich eine unerschütterliche Frau, die heutigen Vorstellungen einer „Powerfrau“ alle Ehre machen würde.<div class="read-more-wrapper"><a  href="https://www.bettinas-jungbrunnen.de/archive/4824" title="Read More"> <span class="nobutton"> [&#8230;] </span></a></div>]]></description>
		
		
		
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