Möhre-Kokos-Kuchen

Was hat Porzellan mit diesem Möhre-Kokos-Kuchen gemein? Beides sind zufällige Entdeckungen. Der Apotheker und Alchimist Johann Friedrich Böttger wollte ursprünglich Gold herstellen, experimentierte deshalb mit den verschiedensten Zutaten und entstanden war das Porzellan.

Und ich wollte vor einigen Jahren einen Möhre-Nuss-Kuchen backen. An einem Sonntagvormittag war es an der Zeit, den Kuchen für das Kaffeekränzchen in den Ofen zu schieben. Ein Möhre-Haselnuss-Kuchen sollte es werden. Schon tausendmal gebacken, tausendmal gelungen und tausendmal geschmeckt. Was kann da schon schiefgehen? Die Möhren sind geraspelt und alle anderen Zutaten stehen bereit, nur die gemahlenen Haselnüsse sind nicht an ihrem geglaubten Platz. Und jetzt? Was zum Kaffee servieren? Kreativität war gefragt. Ich saß also in der Küche, neben mir die Schüssel geraspelte Möhren und vor mir die offenen und durchgewühlten Schränke und überlegte. Da entdeckte ich eine Packung Kokosraspel und somit die Lösung für mein Problem. Die anderen Zutaten habe ich angepasst und entstanden war ein saftiger und noch dazu veganer Möhre-Kokos-Kuchen. Meinen Gästen hat es geschmeckt, der Sonntagnachmittag war gerettet und ich bin um eine Kuchenkreation reicher, die ich jetzt gerne mit euch teile.

Zutaten für eine Springform

  • 250 g Mehl                                                      
  • 200 g Kokosflocken
  • 200 g Möhren
  • 120 g Zucker
  • 1 Pck. Backpulver
  • 250 ml Milch
  • 2 EL Kokosöl oder alternativ weiche Butter

Zubereitung 15 Minuten + Backzeit ca. 40 Minuten

  1. Die Möhren teils grob, teils fein raspeln und mit den restlichen Zutaten verrühren.
  2. Den Teig in eine eingefettete Form geben und bei 180°C Ober-/Unterhitze für ca. 40 Minuten backen.

Tip: Nicht nur Hasen mögen das Möhrengrün. Mit diesem vitalstoffreichen Kraut lassen sich Suppen, Gemüse, Salate oder Smoothies verfeinern. Da die herkömmlichen Möhren aus dem Supermarkt oftmals gespritzt sind, empfiehlt es sich, hier auf Bioqualität zu achten. Bei der Auswahl und Kombination von Zutaten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Aufbewahrung: In einem sauberen Schraubglas im Kühlschrank, wobei die Paste immer mit Öl bedeckt sein sollte.

Zubereitung 10 Minuten

  • 100 g Möhrengrün                                        
  • 100 ml geröstetes Sesamöl
  • 50 g geröstete Sonnenblumenkerne
  1. Das Möhrengrün abspülen und in einem Multizerkleinerer mit gerösteten Sonnenblumenkernen und geröstetem Sesamöl bis zur gewünschten Konsistenz zerkleinern.        

Guten Appetit!